Donnerstag, 9. August 2012

Das Pulvermaar bei Gillenfeld - Schwimmen im Vulkan


Vor Millionen Jahren entstand die Vulkaneifel, deren Vulkane auch heute noch teilweise sehr aktiv sind. Nicht mit flüssiger Lava, sondern mit kristallklarem Wasser sind die Krater gefüllt und bieten somit eine Oase der Ruhe und Entspannung in und am Wasser.


Das Pulvermaar bei Gillenfeld

Auf dem ca.2,3 km langen Rundweg um den Kratersee erschließt sich dem Wanderer eine fast unberührte Landschaft, die vielen Pflanzen- und Tierarten ein Zuhause bietet.

Wer gerne fotografiert, kann hier eindrucksvolle Bilder schießen und vielleicht kleine Wunder entdecken. Auch Pilzsammler kommen hier auf ihre Kosten. Der nahrhafte Waldboden beherbergt etliche Schätze für die Küche.




 Naturgewalten aus früherer Zeit

Wie gewaltig die Naturkräfte früher waren, können Sie an vielen Stellen sogar fühlen und sehen.
Fantastische Gebilde aus Bimsstein, Felsbrocken und interessante Felsformationen bilden eine interessante Kulisse. Noch heute können so die Urkräfte von einst besichtigt werden.

Am Anfang des Rundweges wird übrigens auf einer großen Tafel die Entstehung des Pulvermaares erklärt.



Besonders beeindruckend finde ich diese Felsformation, die bei näherer Betrachtung an "Sesam öffne Dich" erinnert. Ineinander geschobene Felsbrocken bilden hier eine natürliche Kraterwand.

Wer zwischendurch rasten möchte, kann sich auf einer der wenigen Parkbänke ausruhen und die Natur genießen. Ein mitgebrachtes Picknick macht hier noch mehr Spaß.


Schwimmen im Vulkan

Am Rand des Pulvermaar liegt ein wunderschönes Naturfreibad. Wer ein Spaßbad erwartet, ist jedoch fehl am Platz. Das Naturschwimmbad besticht durch seine schlichte Eleganz, freundlichen Service, weitläufige Wiesen und vor allem durch das außergewöhnlich gute Preis/Leistungsverhältnis.



Das Schwimmen im See ist nur innerhalb des dafür freigegebenen Seebereiches gestattet. Zum einen weil der Ein- und Ausstieg an anderen Stellen zu gefährlich wäre. Zum anderen, weil Tiere und Pflanzen sonst empfindlich gestört werden würden. Der dritte und wohl einleuchtende Grund: Im Naturschwimmbad hat die DLRG die Wache übernommen und achtet auf die Badegäste. Außerhalb des Schwimmbades fahren zudem auch Tretboote und andere Wasserfahrzeuge, die für Schwimmer schnell gefährlich werden können.


Der See misst an der tiefsten Stelle ca. 70 Meter. Im Schwimmerbereich befindet sich mittig eine künstliche Insel mit Sprungbrettern. entweder können Sie hier einen Zwischenstopp einlegen, oder Ihre Künste im Springen vorführen.
Die Wassertemperatur ist gewöhnungsbedürftig. Einmal jedoch drin, gibt es nichts erfrischenderes. Übrigens bis zu einer Tiefe von 10 Metern können Sie hier alles unter sich beobachten, so klar und sauber ist das Wasser, eben Trinkwasserqualität.


Wem das Bad im Vulkan nicht behagt, kann sich in dem großen Schwimmbecken tummeln, dass mit Wasser aus dem Vulkan gefüllt wird.
Ein besonderer Hinweis: Hier gibt es kein gechlortes Wasser, sondern natürliches Wasser aus dem Pulvermaar.

Für die Kleinsten steht ein Kleinkindbecken zur Verfügung. Besonders toll fanden wir die vielen Spielzeuge, die vom Betreiber des Schwimmbades zur Verfügung gestellt werden. Überhaupt ist hier alles sehr kinderfreundlich und vor allem sehr sauber.

Wer mehr über das tolle Freibad wissen möchte, sollte sich hier näher informieren. Übrigens... das Pulvermaar ist ein Filmstar. 2009 drehte RTL hier den Zweiteiler "Der Vulkan".





Und hier noch einige Bilder vom Naturschwimmbad Pulvermaar:






  • Gastronomie: Einfach aber gut und lecker. Ein Cappuccino (rechts) kostet z.B. 1,80 €. Auch für Nichtbadegäste ist die Freibadgastronomie als Anlaufpunkt frei zugänglich.
  • Sportmöglichkeiten: Bootsverleih
  • Service: Formel 1/Fußball/Olympia Fans müssen nicht auf ihr Hobby verzichten. Ein Fernseher steht in der offenen Halle zur Verfügung.
  • Preise: Alle Preise sind familienfreundlich.
  • Unterkunft: In der Nähe gibt es einen Campingplatz und ein Feriendorf. Auch hier moderate Preise und auf Familie eingestellt. "Wildes" Zelten bedingt möglich.
  • Parkplätze sind reichlich vorhanden

 Weitere Infos:www.maarsee.de

Urlaubstipp: Landidyll NaturPurHotel Maarblick

Bildrechte: Nicola Dülk und Christian Kliem


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